Merry Christmas 2021

Führungsgedanken zum Jahresende
Nach einem weiteren Jahr gehen wir nun fast ins 3. Jahr der Pandemie und vieles hat sich in der Art und Weise verändert, wie wir führen und zusammen arbeiten. Betrachtet man die Pandemie als einen Katalysator für Wandel und Transformation, so wurde Vieles vorher Unmögliche durch sie  möglich. Vieles Undenkbare im Arbeitsalltag nun Realität. Trotz unermesslicher Leiden hat die Pandemie doch gezeigt, wie wandlungsfähig und stark Organisationen in unklaren Zeiten sein können, wenn sie eine starke Kultur und Werte verbinden.
 
Halt und Orientierung geben ohne sie haben zu können
Führung ist in diesen Zeiten vor die Herausforderung gestellt, Halt und Orientierung zu geben, ohne heroisch zu sein. Halt und Orientierung zu geben, ohne im Ungewissen Unhaltbares zu versprechen. Ein herausforderndes Unterfangen – für Politik wie Führungskräfte gleichermaßen. Echte Verantwortung gibt es nur da, wo wo es wirklich Antworten gibt. (Martin Buber, Philosoph) 
Und dennoch werden wir als Führungskräfte häufig auch dort gefordert, diese zu übernehmen, wo einem selbst, aber auch anderen die Antworten fehlen. Dies braucht einen festen Stand, innere  Klarheit und eine gewisse Freiheit.
„Freiheit und Verantwortung gehören zusammen. Nur wer frei ist und immer auch anders agieren könnte‚ kann verantwortlich handeln.“ sagt auch der Kybernetiker Heinz von Foerster.
 
Unentscheidbares entscheiden 
Führung hat ebenso die Aufgabe starke Entscheidungen in schwierigen Situationen zu treffen. Und dies, auch wenn sich prinzipiell nur Fragen entscheiden lassen, die prinzipiell unentscheidbar sind. Wären sie tatsächlich entscheidbar, so wären sie letztlich anhand von Daten und Fakten klar berechenbar und somit schon vorab entschieden. Es bräuchte die Entscheidung nicht.    
Und so ist es damit an jeder Führungskraft, das Unmögliche immer wieder aufs Neue zu tun.
 
Andere befähigen
So bleibt die dritte Aufgabe von Führung: Andere in ihrem Tun zu stärken und zu befähigen. Nicht der Versuchung zu unterliegen, selbst einzugreifen zu wollen, sondern vielmehr manchmal in die dritte Beobachterposition zu gehen und so den Geführten völlig neue oder im Moment für diese nicht sichtbare Wege zu eröffnen. Häufig stellt uns dies gerade in Zeiten zunehmender Beschleunigung vor große Herausforderungen, erfordert es doch nicht zuletzt Geduld, die sich in der heutigen Zeit immer schwerer aufbringen lässt. Dennoch lohnt es, denn „„Alle Macht des Menschen besteht aus einer Mischung von Zeit und Geduld.“ (Paracelsus)
Und so bedarf es auch, Mut zum Handeln zu geben und Mut, Neues zu erkunden.
Hierfür hatten wir alle in den vergangenen zwei Jahren ungewollt auch ausreichend Raum.
 
Und so wünsche ich einen guten und glücklichen Start ins Jahr 2022 mit einer wie ich finde wunderbaren ZEN-Geschichte:
 
„Das Glück ist wie ein Schmetterling“, sagte der Meister. „Jag ihm nach und er entwischt dir. Setz dich hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“
„Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?“
„Hör auf, hinter ihm her zu sein.“
„Aber gibt es nichts, was ich tun kann?“
„Du könntest versuchen, dich ruhig hinzusetzen, wenn du es wagst.“
 
Einen guten Rutsch ins Jahr 2022 und immer eine klare Sicht, gute Hand und ein warmes Herz wünscht
Ihr Oliver Mack