Der Sommer bietet immer eine gute Gelegenheit, am Strand oder auf dem Berggipfel ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen. Dies ist neben Weihnachten auch immer die Zeit, in der man wieder einmal ein paar gute Bücher lesen kann. Wie in jedem Jahr möchten wie auch in 2019 wieder die Chance nutzen, ein paar Anregungen für spannende Bücher zu geben. Hier eine kurze Sammelrezession unserer Leseliste für 2019: 

West, G. B. Scale: the universal laws of growth, innovation, sustainability, and the pace of life in organisms, cities, economies, and companies

Das erste Buch ist von einem der brillantesten Denker des Santa Fe Institute, das sich bekanntlich mit dem Thema Komplexität beschäftigt. West ist Physiker und hat sich mit der Frage des Wachstums und der Skalierung auseinandergesetzt. Dabei geht es dem Santa Fe Institute um alpgemeingültige Gesetze und Prinzipien, ähnlich wie auch das SySt Institute im psychologischen und soziologischen Bereich oder wir am xm:institute im Führungsbereich. 

Das Buch beleuchtet in diesem Kontext verschiedenste Bereiche, wie die generelle Dimension von Wachstum, Altern und Tod und die Besonderheiten von Wachstum bei biologischen Lebewesen. Diese werden verglichen mit dem Wachstum von Städten, Unternehmen und Gesellschaften. Ohne diesem äußerst spannenden Buch zu weit vorzugreifen sein nur ein Ergebnis erwähnt: Die Economies of Scale in Unternehmen gibts in dieser Art nicht wirklich und der Lebenszyklus von Unternehmen ist verblüffend ähnlich. 

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West, G. B. (2017). Scale: the universal laws of growth, innovation, sustainability, and the pace of life in organisms, cities, economies, and companies. Penguin.

Rinpoche, M. Y. Buddha und die Wissenschaft vom Glück.

Das nächste Buch ist von Yongey Mingus Rinpoche, der mit 17 Jahren bereits als jüngster tibetischer Meditationsmeister vom Dalai Lama erwählt wurde. In jungen Jahren von Angstzuständen geplagt, half ihm die Mediation und die buddhistische Lehre eigenständig über diese Angststörung hinwegzukommen. Doch weit mehr noch geprägt hat ihn seine frühe Begegnung mit dem Biologen Francisco Varela und später mit vielen anderen westlichen Wissenschaftlern. Das Buch verbindet in einzigartiger Weise diese beiden Welten auf eine unterhaltende und persönliche Art, die aufzeigt, wie eng die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gehirn- und Bewusstseinsforschung mit der Jahrtausende alten buddhistischen Lehre übereinstimmen. Vieles unterscheidet sich hier nur in der Sprache, die von vielen noch immer als vordergründig “esoterisch” abgetan wird. Dennoch wächst die Zahl derer ständig, die die Verbindung zwischen westlicher Theorie und fernöstlicher Praxis zunehmend zu schätzen und für sich im Unternehmensalltag anzuwenden wissen. So bieten Google und andere Organisationen nicht nur aus reiner Selbstlosigkeit Mediationskurse während der Arbeitszeit an. Ein wichtiges Buch in Zeiten zunehmender Orientierungslosigkeit und Unzufriedenheit in unserer Welt.

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Rinpoche, M. Y. (2007). Buddha und die Wissenschaft vom Glück. München: Goldmann.

Precht, R. D. Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft.

In die “Revolution”, die “Utopie” und die “Nachtgedanken” hat der eloquente und schafsinnige Philosoph David Precht sein Buch zum Thema Digitalisierung aufgeteilt. Die Welt befindet sich in einem für alle spürbaren Umbruch. Während die Vordenker aus dem Silicon Valley und eine Horde brillanter Wissenschaftler und Denker aus China mit atemberaubender Geschwindigkeit mit neuen Technologien wie Robotik, Big Data oder AI gefühlt ohne Spätfolgenbetrachtung von dannen ziehen und viele Verweigerer den Kopf in den Sand stecken und sich die Zeiten ohne Mobiltelefon und Computer zurückwünschen, scheint die Politik den Umbruch vielerorts noch immer nur als Randerscheinung zu betrachten. 

Precht analysiert in seinem Buch die aktuellen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und die hieraus aus seiner Sicht notwendigen gestalterischen Veränderungen, um auch in Zukunft lebenswert leben zu können. Er bleibt schließlich hoffnungsvoll aber nüchtern realistisch: “Wenn eine Gesellschaft der Jäger, Hirten und Kritiker der Zukunft nicht ihre letzte Ahnung von der Natur verliert, wenn sie mit der List ihrer Technologien die Natur nicht zerstört, sondern bewahrt, wenn die Technik ihr gar hilft, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen zu verringern, und mehr Zeit dafür schafft, sie zu schützen – dann hätte sie dem Menschen ihren größten Dienst getan.” (Precht, 2018, 268)

Vieles in diesem Buch erinnert an Yuval Harari und doch auch nicht. Es ist eine Lektüre, die ich gerne für den Strand empfehle. Mir hat sie viel Freude zum eigenen Nachdenken bereitet.

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Precht, R. D. (2018). Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann Verlag.

 

Kulick, A./ Quarch, Chr./ Teunen, J. Officia Humana. 

Ich gebe zu, dass sich dieses Buch weniger für den Strandurlauber als vielmehr für den zu Hase gebliebenen Terrassenurlauber eignet. Es ist ein Kunstbuch im wahrsten Sinne des Wortes und macht sich neben seinen brillanten Inhalten auf jedem Couchtisch gut.

Optisch ist es liebevoll gestaltet und lädt zum neugierigen Schmökern ein.

Initiiert wurde das Buch von drei Beratern, die im Rahmen eines Projektes dieses Buch zur neuen Arbeitswelt zusammen mit dem ASB Landesverband Hessen e.V. konzipiert, gestaltet und realisiert haben.

Das Buch handelt vom Büro als Lebensraum für Potenzialentfaltung und beginnt mit dem wundervollen Beuys Zitat: “Die beste Möglichkeit, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten.” Das Buch beschreitet dabei den Weg von Der Welt im Ganzen und dem Menschen, über die Arbeit hin zum Büro der Zukunft. Neben vielen Texten und Zitaten gibt es zahlreiche Abbildungen, die zum Reflektieren anregen. Nach den Autoren geht es nicht zuletzt um die Schaffung von Geborgenheit durch verschiedensten Stellhebel, um dem Büro als Raum wieder seine nutzbringende und ursprüngliche Bedeutung zurückzugeben. Ein sehr emotionales und schönes Buch zum Thema New Work (Übergepäck gleich mitbuchen).

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(zurecht;-) )

Kulick, A./ Quarch, Chr./ Teunen, J. (2019). Officia Humana. Avedition: Stuttgart.

 

Buber, M. Der Weg des Menschen.

Satir, V. Meine vielen Gesichter 

Meine letzten beiden Empfehlungen sind sehr persönlich. Beide Buchempfehlungen und Vieles darüber hinaus für mein aktuelles Wirken als Führungskräfte-Berater und -Entwickler habe ich meiner Kollegin Elisabeth Ferrari zu verdanken, die ebenso wie ich am SySt Institut in München aktiv war. Leider ist sie zu Beginn des Jahres viel zu früh verstorben, doch in Vielem, wie auch in diesen Empfehlungen bleibt sie in Erinnerung.

Beide Bücher richten sich an Führungskräfte und Berater, die sich einmal etwas tiefer mit sich selbst beschäftigen wollen. Da ist der Urlaub in der Regel gerade richtig!  

Das Erste ist ein kleines Büchlein, das nicht nur ins Reisegepäck, sondern auch in jede Handtasche passt. Es stammt von Martin Buber, einem österreichisch-israelischen jüdischen Religionsphilosophen, der sich viel mit dem Menschen und seinem Wesen auseinandergesetzt hat. Das Buch “Der Weg des Menschen” schafft es auf prägnante, fesselnde Weise, Grundfragen der Menschlichen Existenz und Sinngebung zu stellen und kann als Einstieg in Martin Bubers Werk gesehen werden.

Das zweite Buch (ebenso handlich) stammt von der amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satire, die zu den wichtigsten Familientherapeutinnen überhaupt gehört. Sie war eine Pionierin der Familientherapie. Das Buch “Meine vielen Gesichter” hilft auf wunderbare Art und Weise “neugierig zu machen auf dich: wer du bist, was du bist, welche Fähigkeiten du hast und was aus dir noch werden kann.”(Satir, 2001, 9) Es regt an, alle Eigenschaften, die wir unser Eigen nennen, anzunehmen. Es macht uns ausgeglichener, stärker und reicher. Dieses Buch gibt Energie, gut aus den Ferien wieder in den Alltag zu starten und hilft Führungskräften, die häufig zunehmend im Alltag unter Druck stehen, Wege zu finden gelassener mit den eigenen “Schwächen” umzugehen und sich dabei so ständig weiterzuentwickeln.

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Buber, M. (1986). Der Weg des Menschen.

Satir, V. (2001) Meine vielen Gesichter – Wer bin ich wirklich?, Kösel, München 5. durchges. Auflage 2001

 

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen. Sollten Sie die Bücher bei Amazon bestellen, würde ich mich über einen Klick auf den Affiliate Link freuen, da sie so einen Beitrag leisten, die kostenlose Website auch in Zukunft zu finanzieren. Danke.