Der Dunning-Kruger Effekt zählt zu den kognitiven Verzerrungen (cognitive biases) und wurde von den beiden Wissenschaftlern David Dunning und Justin Kruger entdeckt. Sie erhielten hierfür im Jahr 2000 den sogenannten Ig-Nobelpreis (Anti-Nobelpreis). Angeregt wurde diese Idee vom Kriminalfall McArthur Wheelers, der Banken ausgeraubt hat, während er sich Zitronensaft ins Gesicht geschmiert hatte, da er glaubte, damit für die Überwachungskameras unsichtbar zu sein. Diesen Trugschluss erfolgte aufgrund der Fehlinterpretation der chemischen Eigenschaften von Zitronensaft als Geheimtinte. (Wer hat das als Kind nicht schonmal genutzt?)

Wikipedia definiert den Dunning-Kruger Effekt als “die systematische fehlerhafte Neigung relativ inkompetenter Menschen bezeichnet, das eigene Wissen und Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen.” (Wikipedia, 2019)

Dabei gehen schwache Leistungen mit einer größeren Selbstüberschätzung einher, als starke Leistungen. D.h. einfach gesprochen, dass inkompetentere Leute sich in der Regel für besonders schlau halten. In vielen Artikeln wird der Effekt überinterpretiert und adaptiert, so auch in der unten angegebenen Zeichnung, die ich dennoch sehr einprägsam finde.

Dunning-Kruger Effeke

Quelle:

Kruger, Justin; Dunning, David (1999). “Unskilled and Unaware of It: How Difficulties in Recognizing One’s Own Incompetence Lead to Inflated Self-Assessments”. Journal of Personality and Social Psychology. 77 (6): 1121–1134. CiteSeerX 10.1.1.64.2655. doi:10.1037/0022-3514.77.6.1121. PMID 10626367.